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Baustellen-Report 1

„Was ist denn jetzt los?“, fragte sich unser Mitarbeiter Renè ungläubig, als er letztens auf der Baustelle mit dem Airlessspritzgerät Wände bearbeiten wollte und die Maschine Stromschwankungen aufzeigte. Der Farbstrahl kam nur in unregelmäßigen Stößen aus der Spritzpistole und das Gerät hörte sich ziemlich merkwürdig an, fast so, als würde man beim Autofahren aufs Gas treten und dann wieder runter gehen… Nachdem unser Mitarbeiter die Funktionstüchtigkeit des Geräts überprüft hatte, ging er auf Suche und wurde tatsächlich fündig: der Fliesenleger, osteuropäischer Herkunft, hatte seine Maschine anstatt mit einem Elektrostecker nur mit zwei ungesicherten Kabeln (siehe Foto zum Blog) in den Baustromkasten gesteckt! Selbstverständlich sprach René den Fliesenleger sofort an und dieser zuckte nur verständnislos mit den Schultern. Er verstand überhaupt nicht, warum unser Mitarbeiter mit den Kabeln ein Problem hatte, scheinbar nutzte er diese Methode also nicht zum ersten Mal! Unser Mitarbeiter René informierte natürlich sofort den zuständigen Bauleiter, der sich der Sache annahm und zurecht den Fliesenleger zurechtwies. Es stellte sich heraus, dass bereits am Vortrag starke Stromschwankungen im Objekt festgestellt worden waren, aber die Ursache hierfür nicht gefunden werden konnte. Messungen, die am Vortrag im Objekt durchgeführt wurden, dauerten 3-fach so lange wie normal, da die Messgeräte ständig ausfielen, weil Stromschwankungen da waren. Nun war allen klar warum, denn nach Entfernen der Kabel floss der Strom wieder gleichmäßig und auch René konnte ohne Stromschwankungen mit dem Airlessspritzgerät arbeiten.

Zum Glück ist hier nichts Schlimmeres passiert! Überrascht hat uns jedoch das Unverständnis des Fliesenlegers, für den es die normalste Angelegenheit der Welt war, seine Maschine mit 2 Kabeln am Baustromkasten anzuschließen. Wir stellen uns dann immer wieder die berechtigte Frage, ob unsere osteuropäischen Kollegen, die wir verstärkt auf Baustellen im Einsatz sehen, auch das gleiche Sicherheitsbestreben haben wie wir!? Schon alleine durch die Vorgaben der Berufsgenossenschaft ist unser Sicherheitsbewusstsein sehr hoch und auch unsere Mitarbeiter werden regelmäßig hierzu geschult. Sie sind darüber im Bilde, was passieren kann und welche Folgen es haben kann, wenn man den Baustromkasten lediglich mit 2 Kabeln anzapft…

Es stellt uns die Frage, warum man sich überhaupt unsicher verhält, wenn man doch eigentlich weiß, wie es richtig geht!?  Warum passieren noch immer so viele tödliche Unfälle in der Bauwirtschaft, obwohl der Arbeitsschutz ein hohes Niveau erreicht hat? Für uns ist eine der Antworten auf diese Frage die Tatsache, dass wir es hier mit Menschen zu tun haben! Unwissenheit, Routinen und Bequemlichkeit sind nur einige Gründe dafür, warum es trotz aller Vorkehrungen immer wieder zu Unfällen kommt. Erschreckend! Wir haben uns deshalb dazu entschlossen dem Präventionsprogramm „Bau auf Sicherheit! Bau auf Dich!“ der Bau-Berufsgenossenschaft beizutreten. Bei diesem Programm geht es darum, dass die Mitarbeiter Missstände wahrnehmen und zu deren Beseitigung auch unverzüglich auffordern. Das beherzte Eingreifen von René hat vielleicht Schlimmeres verhindert und wir sind stolz, dass René im Sinne der Arbeitssicherheit hier eingegriffen hat! Vorbildlich! Weiter so!

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